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Jeder
Mensch hat einen Spleen, meiner war damals der Gartenteich. Zuerst mit Folie
ausgelegt, welche nach dem ersten Winter porös wurde, im Frühjahr mehr Wasser
verlor, als ich nachfüllen konnte. Im Mai darauf mit viel Arbeitsaufwand den
Teich vergrößern, teurere Folie gekauft, zwei Goldfische dazu.
Für die Goldfische eine Pumpe eingebaut, Wasser plätscherte über einen kleinen
Wasserfall. Eine Teichbeleuchtung wurde installiert, abends stundenlang auf die
Goldfische gestarrt. (Meine Zebrafische im Aquarium fielen alle Luchsi zum
Opfer. Erst fraß er das Fischfutter, später die Fische.)
In den Pfingstferien besuchte mich meine kleine Nichte. Löcherte mich mit Fragen
über die Tiere, unter anderem wollte sie wissen ob die Goldfische ‚Mann und
Frau’ wären. Ich wusste es nicht. Alexandra kniete am Gartenteich, schrie nach
einigen Minuten:
„Schnell, schau her, das sind d o c h Mann und Frau!“
Tatsächlich, tausend klitzekleine Goldfischis im Gartenteich, stecknadelgroß.
Drei Wochen später versuchte ich verzweifelt meine tausend kleinen Goldfische
loszuwerden, die unheimlich schnell größer wurden.
Kein Mensch wollte im Moment kleine Goldfische, oder sie hatten sich eben welche
gekauft. Sissi ahnte von meiner Verzweiflung.
Stundenlang saß sie am Goldfischteich, hielt eben mal kurz die Pfote in das
Gedränge, schon hatte sich ein Goldfischchen an einer Kralle aufgespießt.
Dann hatten meine Goldfische Glück. Ein Mann im Dorf hatte einen großen
Ententeich. Dort durfte ich Kübel um Kübel, gefüllt mit meinem
Goldfischnachwuchs, aussetzen. In dem großen Ententeich hatten die Fische
wenigstens Versteckmöglichkeiten und somit Überlebenschancen.
Vater und Mutter Goldfisch hatten diese Chance in meinem Gartenteichlein nicht.
Beide wurden im Herbst ein Opfer von Sissi.
Die Jahre darauf begnügte ich mich damit, im Sommer abends auf eingepflanzte und
beleuchtete Seerosenblätter zu starren!
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Die Neuauflage
ist ab sofort lieferbar
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Anschaulich
wird erzählt, manchmal humorvoll, manchmal ernst, wie innig die Beziehung
zwischen Mensch und Tier sein kann. Und was man im Laufe eines Lebens mit
heißgeliebten Haustieren alles erlebt.
Am Rande der Geschichten über ihre Hunde und Katzen erfährt man, dass das
Schicksal auch der Autorin einige Hürden in den Weg stellte und wie sie
letztendlich deswegen in Südspanien landete.
Eine vergnügliche Lektüre für jeden Tierfreund und für jeden, der sein
Haustier liebt.
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